AOL, Yahoo und Microsoft – Der Run auf Online-Werbung

AOL, Yahoo und Microsoft – Der Run auf Online-Werbung

Langsam wurde es ja auch mal Zeit, dass das Monopol von Google und Facebook gebrochen wird. Zumal mit online Werbung jede Menge Geld gemacht wird. Das dachten sich vermutlich auch die Vorstände von AOL, Yahoo und Microsoft, die nun gemeinsam in einer Art Werbekonglomerat gegen die Übermächtigen aus der Welt der Suchmaschinen und sozialen Netzwerke vorgehen wollen. Ab Januar 2012 wollen die drei Unternehmen gemeinsam online Werbung verkaufen, und damit den bisherigen Marktführern gehörig auf den Leib rücken. Nachdem Yahoo nur noch auf 13 Prozent des US-Onlineanzeigenmarktes gekommen war und Microsoft mit 5, AOL mit 4 Prozent ebenfalls schlecht abgeschnitten haben (Google hält aktuell 9, Facebook 16, wobei deren Anteil stetig im Wachsen ist).
Ziel dieser “Union der Verlierer” ist es, Google und Facebook Werbepartner abzuwerben und ins eigene Lager zu ziehen, um das sinkende Schiff wieder in gesündere Fahrwasser zu manövrieren. Die Zusammenarbeit wird sich vorerst auf die USA (bzw. Kanada, aber ohne Microsoft) erstrecken und alle drei Unternehmen hoffen auf satte Gewinne. Zumindest an der Börse tat die Ankündigung ihr Übriges, stiegen die Aktien der drei doch um 1,3 bis 1,9 Prozent.
Was zeigt dem normalen Webmaster diese Entwicklung. Nun ja, Online-Werbung ist nach wie vor heiß begehrt, und das besonders im Adult Bereich, denn auch hier kann man nur mit guten Werbeplatzierungen punkten. Es wird sicherlich nur eine Frage der Zeit sein, bis auch dieser Bereich von den “Giganten des Internets” beworben wird, und dann sollte man bereits so gut situiert sein, um mitspielen zu können. Dass dieser Trend nicht allzu fern ist, wird jedem Web.de User klar, denn auch hier wird bereits für Adult Inhalte geworben, zumindest in den späteren Abend- und Nachstunden.
Wer dachte das Internet sei nicht mehr wachstumsfähig, hat sich ebenfalls geirrt. Die aktuelle Entwicklung zeigt genau das Gegenteil. Aktiengewinne nach Internet-Investitionen. Wenn es nach dem Markt und den dazugehörigen Anlegern geht, dann ist das World Wide Web in Zeiten von Wirtschafts- und Bankenkrise scheinbar noch eines der sichereren Geschäfte. In diesem Sinne, auch weiterhin viel Spaß beim Surfen.